Eine einzigartige Gelegenheit

Dieser Workshop wird sich mit der Geschichte des Feminismus befassen und damit, wie er sich auf People of Color ausgewirkt hat und weiterhin auswirken wird, wenn wir ihn nicht angehen und abschaffen. Weiße Frauen spielen eine zentrale Rolle bei der integralen Manifestation von Rassismus und der Struktur der weißen Vorherrschaft.

Auf dieser Veranstaltung werden wir die Rolle der “Weißen Vorherrschaft mit Lippenstift” analysieren, die Terminologien, die Machtdynamik, wie der Feminismus weißer Frauen toxischer ist, als ihnen bewusst ist, und auch Handlungskompetenz anbieten, um AktivistInnen zu befähigen, sich besser in die Unterstützung von BIPOC-Bewegungen zu stellen.

Dieser Workshop basiert auf dem Buch “Sister Outsider: Essays” von Audre Lorde.

Die afroamerikanische Dichterin und Aktivistin Audre Lorde hat immer wieder ihre Selbstdefinitionen und Identitäten als Schwarze betont (Schwarz im Original, was sich nicht auf die “Hautfarbe” bezieht, sondern eine politische Selbstdefinition im Gegensatz zu “weiß” als Bezugsrahmen ist, der alles “Andere” als minderwertig ausschließt). Als lesbische, feministische und queere Mutter geht sie in diesem Buch von einem Ausgangspunkt ihres Kampfes gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie aus. In ihren Essays und Vorträgen zeigt sie hier die Verflechtung von Rassismus und anderen Diskriminierungs- und Unterdrückungsprozessen auf und nimmt damit das Konzept der “Intersektionalität” vorweg, das davon ausgeht, dass verschiedene Formen der Diskriminierung ineinandergreifen und sich überschneiden. Dementsprechend gibt es für Audre Lorde “keine Hierarchie der Unterdrückung”, und sie plädiert für eine Vielfalt, die Unterschiede als eine treibende menschliche Kraft anerkennt, die keine Bedrohung, sondern eine Bereicherung darstellt.